
Krav Maga Schnupperkurs
Krav Maga (zu deutsch "Kontaktkampf") ist das israelische Selbstverteidigungs- und Nahkampfsystem. Es hat weite Verbreitung bei Polizei- und Justizbehörden gefunden. Als innovative, effektive und praktikable Selbstverteidigung und Kampfmethode hat es viel Anerkennung erhalten. In Europa trainiert etwa die
Anti-Terror-Truppe GIGN (französisches Pendant zur deutschen GSG9) Krav Maga.
Krav Maga beruht auf den natürlichen Reflexen des Menschen und ist einfach zu lernen. Es bedient sich instinktiver Bewegungen und lehrt praktikable Techniken für Jedermann nach logischen Prinzipien. Gelehrt wird Krav Maga in realistischen Trainings-Szenarios. Eines seiner besonderen Merkmale ist seine ausgefeilte Lehr-Methodik und - Didaktik.
Das System ist - bedauerlicherweise - in einer extrem gewalttätigen Umgebung entstanden und darf sich so die weltweit erprobteste Methode des waffenlosen Kampfes nennen.
"Don't get hurt"
Krav Maga besteht überwiegend aus Hand- und Fußtechniken, sowie einigen Hebeln und Würfen. Von den bekannten Systemen überwiegend fernöstlicher Herkunft unterscheidet es sich vor allem durch seine strikte Ausrichtung auf die Belange der "Straße". Viele seiner Techniken und Bewegungen wirken daher unästhetisch, gar häßlich - oder halten nicht den Perfektionskriterien etwa der Grundschule und Formenübungen von Karate oder Taekwondo stand.
Es gibt dementsprechend keine Kata oder Hyong, keine Bindung an eine bestimmte Tradition, Kultur, Philosophie oder Religion. "Don't get hurt" ist alles, was zählt: Folglich ist eine KM-Technik nicht perfekt, wenn sie schön ist, sondern wenn sie dem Zweck dient: Gewalttätige Konflikte möglichst unbeschadet zu überstehen, wenigstens zu überleben.
"Keep it simple and stupid"
Im Krav Maga werden Techniken betont, die im sportlichen Wettkampf anderer Systeme nicht eingesetzt werden, weil sie entweder zu gefährlich sind oder wenig Punkte bringen. Beispielsweise ist der Hammerfaustschlag eine überaus effektive Technik, besonders auf engem Raum. Vorteil: Kaum Eigengefährung der eigenen Hand (im Gegensatz zum geraden Fauststoß, der bei der Kollision mit einem harten Schädel schon mal zum Bruch der Hand führen kann). Anderes Beispiel: Beißen.
Demzufolge gibt es im Krav Maga auch keine sportlichen Wettkämpfe. Sehr früh werden aber Trainingsmethoden eingesetzt, die den KM-Schüler unter Druck setzen und ihm eine Situation voller Stress bescheren. So werden physische und psychische Belastung einer realen Konfrontation näherungsweise simuliert. Je nach Trainingsgruppe - Zivilisten, Polizisten, können diese Stress-Trainingseinheiten intensiviert werden.
Grundsätzlich wird zwischen Selbstverteidigungs- und Kampfsituationen unterschieden. Im Falle der Selbstverteidigungstechniken wird davon ausgegangen, dass man von einer Attacke überrascht wird und nicht schon kampfbereit ist. Geübt wird daher aus einer neutralen Grundstellung heraus.
Selbstverteidigung und Kampf
Aus den Abwehrhandlungen einer Selbstverteidigung mag sich ein richtiger Kampf, sprich: eine Prügelei, entwickeln. Doch erst einmal geht die Krav Maga-Variante einer Selbstverteidigung für Zivilisten davon aus, dass der durchschnittliche Angreifer von der Gegenwehr in die Flucht geschlagen wird oder dass es der angegriffenen Person gelingt, zu fliehen. Denn für den Zivilbürger gilt: "Don't get hurt!" - will sagen: Man soll die Situation nicht heroenhaft als klarer Sieger bestehen, sondern an seine Gesundheit denken. Und dementsprechend es bei der Gegenwehr belassen, die die unmittelbaren Folgen einer Attacke beantwortet. Dies hat auch nüchterne taktische Gründe: Je länger man sich mit dem Angreifer beschäftige, desto größer die Gefahr, dass sich das Blatt wendet - und sei es in Gestalt von ein paar Kumpanen des Angreifers.
Für Sicherheitskräfte gelten natürlich andere.
Ist der Notfall da, wird offensiv, direkt, schnell, ohne Umschweife reagiert. Ziel ist es, die Konfrontation so schnell wie möglich so umfassend wie nötig zu beenden.
Waffenabwehr
Besonderen Raum nimmt im Krav Maga die Waffenabwehr ein. Für (europäische) Bürger ist dabei mehr die Verteidigung gegen Stich- und Schlagwaffen interessant.
Sich einem Angriff durch Flucht zu entziehen, gehört dabei ebenso zu den Mitteln wie präventive Maßnahmen oder der Einsatz von jedwedem Hilfsmittel: Taschen und Rucksäcke, Besenstiele und Bretter, Regenschirme und Kugelschreiber, Münzen und Schlüsselbund - alles, was greifbar ist und gegen eine Attacke eingesetzt werden kann.
Das Karate Dojo Renshin Marl bietet jetzt einen 8wöchigen Schnupperkurs an. Der Kurs, der erst bei einer ausreichenden Teilnehmerzahl zustande kommt, wird freitags in der Zeit von 20.00 h – 21.00 h stattfinden. Die Kosten betragen 49,50 €. Anmeldungen unter
webmaster@karate-renshin-marl.de.
Weitere Informationen unter 02365-3836845 oder 0151/42337295